Ich habe lange Zeit Reis einfach pur gegessen und fand das völlig in Ordnung. Erst als ich begonnen habe, mit verschiedenen Varianten zu experimentieren, habe ich gemerkt, wie viel mehr aus einem einfachen Grundnahrungsmittel herauszuholen ist.

Dieser Reis mit Sesam gehört zu den Rezepten, die aus wenigen Zutaten bestehen, aber den Geschmack deutlich verändern. Besonders Sesamöl bringt eine intensive, leicht nussige Note, die zusammen mit etwas Sojasauce und Sesamkörnern für mehr Tiefe sorgt, ohne den Reis zu kompliziert zu machen.

Ein Kochtopf gefüllt mit Reis mit Sesam, daneben etwas Hühnchen und Brokkoli

Der Vorteil ist, dass sich dieses Rezept sehr einfach wiederholen lässt und gut zu vielen Gerichten passt – besonders dann, wenn man eine unkomplizierte, aber aromatische Beilage sucht.

Die wichtigsten Zutaten

Für Reis mit Sesam braucht es nur wenige Grundzutaten, die zusammen ein deutlich aromatischeres Ergebnis ergeben als einfacher Reis. Die Basis ist Jasminreis oder ein anderer Langkornreis. Er bleibt locker und nimmt die Aromen gut auf.

Für den Geschmack wird der Reis nicht mit Wasser, sondern mit Brühe gekocht. Hühnerbrühe sorgt für eine zusätzliche geschmackliche Grundlage. Ergänzt wird das Ganze durch etwas Sojasauce, die dem Reis eine leichte Würze und Farbe verleiht.

Das wichtigste Aroma kommt jedoch vom Sesamöl. Schon eine kleine Menge reicht aus, um dem Reis eine deutlich nussige Note zu geben. Wird mehr Öl verwendet, steigt natürlich auch der Kaloriengehalt entsprechend an. Zusätzlich sorgen Sesamsamen für etwas Textur, während Frühlingszwiebeln eine frische Komponente einbringen.

Welcher Reis eignet sich am besten?

Für Reis mit Sesam eignet sich Jasminreis besonders gut, da er beim Kochen locker bleibt und die Aromen von Sesamöl und Sojasauce gut aufnimmt. Ich verwende für dieses Rezept fast immer Jasminreis, weil die lockere Textur besonders gut zu den übrigen Zutaten passt. Auch andere Langkornreissorten funktionieren problemlos, wenn Sie eine etwas neutralere Basis bevorzugen.

Wichtig ist vor allem, dass der Reis nach dem Kochen nicht zu klebrig wird, damit sich das Sesamöl gleichmäßig verteilen kann und der Reis seine lockere Struktur behält.

Vollkornreis kann ebenfalls verwendet werden, benötigt jedoch eine längere Garzeit und ergibt eine etwas festere Konsistenz. Wer es unkompliziert mag, bleibt daher am besten bei weißem Reis wie Jasmin- oder Basmatireis. Falls Sie sich fragen, wie weißer Reis in eine Ernährung für Fettabbau und Muskelaufbau passt, lesen Sie auch unseren Artikel Macht weißer Reis dick?.

Wenn Sie mehr über Reissorten, Garzeiten oder die richtige Aufbewahrung von gekochtem Reis erfahren möchten, finden Sie weitere Informationen in unserem Artikel Reis im Topf kochen.

So entsteht das Aroma

Das besondere Aroma dieses Reises entsteht durch das Zusammenspiel weniger, aber gezielt eingesetzter Zutaten. Bereits beim Kochen mit Brühe und einem kleinen Schuss Sojasauce nimmt der Reis eine würzige Grundnote an. Dadurch schmeckt er deutlich voller als klassisch in Wasser gekochter Reis.

Nach dem Garen wird das Sesamöl unter den heißen Reis gemischt. Ich gebe das Sesamöl bewusst erst am Ende hinzu, damit das nussige Aroma möglichst gut erhalten bleibt. Dieser Schritt ist entscheidend, da sich das Aroma des Öls so gleichmäßig verteilt, ohne zu stark erhitzt zu werden.

Geröstete Sesamsamen sorgen zusätzlich für leichte Röstaromen und etwas Biss, während Frühlingszwiebeln eine frische, leicht scharfe Komponente einbringen. Zusammen ergibt sich eine einfache, aber sehr ausgewogene Geschmacksstruktur.

Zubereitung

Die Zubereitung von Reis mit Sesam ist unkompliziert und lässt sich gut in den normalen Kochablauf integrieren. Zuerst wird der Reis gründlich gewaschen, bis das Wasser klarer wird. Anschließend wird er mit der Brühe in einem Topf zum Kochen gebracht. Wenn Sie Sojasauce verwenden, kann diese bereits in diesem Schritt hinzugefügt werden.

Sobald der Reis gekocht ist und die Flüssigkeit vollständig aufgenommen wurde, lässt man ihn kurz ruhen. Danach wird er mit einer Gabel aufgelockert.

Jetzt kommen die aromatischen Zutaten hinzu: Sesamöl wird unter den heißen Reis gemischt, sodass sich der Geschmack gleichmäßig verteilt. Anschließend werden Sesamsamen und Frühlingszwiebeln untergehoben oder darüber gestreut. Der Reis kann sofort serviert werden oder eignet sich auch gut zum späteren Aufwärmen.

Topf oder Reiskocher?

Reis mit Sesam kann sowohl im Topf als auch im Reiskocher zubereitet werden. Beide Methoden funktionieren gut, führen aber zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen.

Im Topf lässt sich der Garprozess besser kontrollieren, und der Reis bekommt oft eine etwas „gourmetartigere“ Textur, besonders wenn man mit Brühe und Sojasauce arbeitet. Allerdings erfordert diese Methode etwas mehr Aufmerksamkeit während des Kochens.

Der Reiskocher bietet dagegen den Vorteil, dass der Reis zuverlässig gelingt und kaum überwacht werden muss. In meinen eigenen Tests hat diese Methode ebenfalls gut funktioniert, auch wenn sich die Aromen manchmal etwas gleichmäßiger, aber weniger intensiv entwickeln.

Unabhängig von der Methode lohnt es sich, den Reis nach dem Garen kurz ruhen zu lassen und erst danach das Sesamöl unterzumischen. So bleibt das Aroma am besten erhalten.

Wozu passt Reis mit Sesam?

Reis mit Sesam ist eine vielseitige Beilage, die besonders gut zu einfachen asiatisch inspirierten Gerichten passt. Durch das nussige Aroma des Sesamöls ergänzt er sowohl milde als auch würzige Hauptgerichte. Wenn Sie Reis gerne abwechslungsreich würzen, probieren Sie auch unseren Koriander-Limetten-Reis oder den aromatischen Kokos-Curry-Reis.

Sehr gut passt er zu Wokgerichten mit Gemüse oder Hähnchen. Auch zu Fischgerichten, insbesondere zu Lachs, funktioniert er hervorragend, da der leicht geröstete Sesamgeschmack eine angenehme Ergänzung zu kräftigeren Aromen bildet. Wenn Sie gerne Lachs essen, finden Sie auf unserer Website passende Rezepte, die sich gut mit dieser Reisbeilage kombinieren lassen.

Auch als einfache Beilage für Meal-Prep eignet sich der Reis gut, da er sich problemlos vorbereiten und wieder aufwärmen lässt, ohne an Geschmack zu verlieren.

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Ein Kochtopf gefüllt mit Reis mit Sesam, daneben etwas Hühnchen und Brokkoli

Reis mit Sesam

Reis mit Sesam ist eine einfache Reisbeilage mit Sesamöl, Sojasauce und geröstetem Sesam. Schnell gemacht und vielseitig kombinierbar.
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Gericht: Beilage
Küche: Asiatisch
Stichwort: Reis, Sesam
Vorbereitungszeit: 5 Minuten
Zubereitungszeit: 20 Minuten
Portionen: 4
Kalorien: 224kcal
Kohlenhydrate: 39.5g
Protein: 5.1g
Fett: 5.4g
Autor: Tom Venuto

Kochutensilien

  • Kochtopf

Zutaten

  • 180 g Jasminreis oder Langkornreis ungekocht
  • 2 TL Olivenöl
  • 1 EL Knoblauch frisch, fein gehackt (ca. 3 Zehen)
  • 4 TL Sojasauce aufgeteilt
  • 2 TL Sesamöl
  • 480 ml Hühnerbrühe salzarm
  • 2 EL Frühlingszwiebeln gehackt
  • 1 TL Sesam
  • 1/4-1/2 TL Salz optional, nach Geschmack

Anleitung

  • Olivenöl in einem Topf auf mittlerer Hitze erhitzen und den gehackten Knoblauch kurz anschwitzen.
  • Den Reis hinzufügen und 2–3 Minuten unter Rühren leicht anrösten.
  • Hühnerbrühe und 2 TL Sojasauce hinzufügen und gut umrühren.
  • Auf hoher Hitze zum Kochen bringen.
  • Mit Deckel abdecken, Hitze reduzieren und 17–18 Minuten sanft köcheln lassen, bis die Flüssigkeit weitgehend aufgenommen ist und der Reis gar ist.
  • Vom Herd nehmen und den Reis mit geschlossenem Deckel einige Minuten ruhen lassen.
  • Deckel entfernen und den Reis mit einer Gabel auflockern. Anschließend 2 TL Sojasauce (nach Geschmack), Sesamöl und Sesam unterheben. Alles vorsichtig vermengen, damit sich das Aroma gleichmäßig verteilt.
  • Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen.
  • Mit Frühlingszwiebeln garnieren und servieren. Optional mehr Frühlingszwiebeln unterheben.

Nährwerte

Kalorien: 224kcal | Kohlenhydrate: 39.5g | Protein: 5.1g | Fett: 5.4g

Über Tom Venuto

Autor Tom VenutoTom Venuto ist ein Bodybuilding- und Fettabbau-Coach mit über 35 Jahren Berufserfahrung. Er hat einen Abschluss in Sportwissenschaft und hat bereits Hunderte von Klienten persönlich betreut.

Als Rezeptentwickler liegt sein Schwerpunkt auf fettverbrennenden, muskelaufbauenden Gerichten auf Basis natürlicher Lebensmittel. Als ehemaliger natural Wettkampf-Bodybuilder arbeitet Tom heute hauptberuflich als Autor, Blogger und Fachautor im Bereich evidenzbasierter Fitness.

Sein Buch Burn the Fat, Feed the Muscle ist seit 2003 ein internationaler Bestseller und wird weiterhin in gedruckter Form von Penguin Random House veröffentlicht. Die aktualisierte, überarbeitete deutsche E-Book-Ausgabe Weniger Fett, Mehr Muskeln ist exklusiv auf dieser Website erhältlich.

Tom ist außerdem Gründer des „Burn the Fat Inner Circle“ – einer englischsprachigen Fitness-Support-Community mit über 53.000 Mitgliedern weltweit seit 2006. Er arbeitet eng mit einem Schweizer Redaktions- und Übersetzungspartner zusammen, um sicherzustellen, dass sein wissenschaftlich fundierter und praxisorientierter Ansatz präzise für deutschsprachige Leser adaptiert wird. Der Originalbeitrag zu diesem Artikel stammt von Tom Venuto; die deutschsprachige Fassung wurde redaktionell übersetzt und angepasst.