Es stört mich nicht, etwas im Ofen zu haben und gleichzeitig etwas anderes (oder sogar zwei Gerichte) auf dem Herd zuzubereiten. Letzte Woche habe ich Chipotle-Hähnchen gegrillt, während auf dem Herd mexikanischer Reis auf einer Herdplatte und Fajita-Gemüse auf einer anderen köchelten. Es war köstlich und die Mühe wert, aber ich kam mir vor, als müsste ich jonglieren.
Wenn es abends einfach und schnell gehen soll, ist ein Eintopfgericht unschlagbar, vor allem, wenn es gleichzeitig lecker und fettarm ist. Dieser kreolische Reis mit Rindfleisch (auch bekannt als „Dirty Rice“) ist genau das Richtige.

Was ist so toll an kreolischem One-Pot-Reis?
Kreolischer Reis aus einem Topf mit extra magerem Rinderhackfleisch wurde bereits beim ersten Kochen zu meinem Lieblingsgericht. Ich war begeistert, wie einfach er sich in nur einem Topf auf dem Herd zubereiten ließ. Er eignet sich außerdem hervorragend, um größere Mengen für die Essensvorbereitung vorzukochen.
Ich habe meinen geliebten gusseisernen Schmortopf verwendet, aber jeder große Topf oder Soßentopf ist geeignet. (Wenn Sie die Zutatenmenge erhöhen, empfiehlt sich ein entsprechend großer Topf.)
Großartig sind nicht nur die Bequemlichkeit und die einfache Zubereitung, sondern auch die Möglichkeit, bei diesem Rezept gezielt die Kaloriendichte zu reduzieren.
Wie dieses Rezept Sie mit weniger Kalorien länger satt macht
Was ich mit der Reduzierung der Kaloriendichte meine, ist Folgendes: Wenn ich ein traditionelles Rezept sehe, das sowohl stärkehaltige als auch ballaststoffreiche Kohlenhydrate (wie grünes Gemüse) enthält, halte ich mich nicht unbedingt an die angegebenen Mengen (anders als beim Backen).
Wenn ich die Kalorienzufuhr möglichst niedrig halten möchte, um das Rezept besser in ein Fettabbauprogramm einzupassen, reduziere ich die Menge der stärkehaltigen Kohlenhydrate (in diesem Fall Reis) und erhöhe die Menge der ballaststoffreichen Kohlenhydrate (grüne Paprika und Sellerie).
Da stärkehaltige Kohlenhydrate eine höhere Kaloriendichte aufweisen und ballaststoffreiche Kohlenhydrate (insbesondere solche wie Sellerie) eine geringere, senkt diese Anpassung die Kalorien pro Volumeneinheit, während das Lebensmittelvolumen gleich bleibt.
Die Portionen wirken sehr groß und machen richtig satt, während der Kaloriengehalt dennoch niedrig bleibt. Man erhält eine so große Menge Essen, dass es sich fast wie ein „Sündigen“ anfühlt – und dennoch purzeln die Fettreserven.
Das gesamte Rezept enthält nur 180 g Reis, dazu reichlich Gemüse, ausreichend Eiweiß und insgesamt nur 389 Kalorien, selbst wenn man es in vier Portionen aufteilt.
Zubereitung von kreolischem „Dirty Rice" mit extra magerem Rinderhackfleisch
Eine weitere Möglichkeit, Kalorien zu sparen, ist die Verwendung von besonders magerem Rindfleisch. Kreolischer Reis, auch als Dirty Rice bekannt, wird traditionell mit verschiedenen Fleischsorten zubereitet, häufig auch mit Resten. (Ich würde empfehlen, auf übrig gebliebene Leber zu verzichten.) Ich habe Rinderhackfleisch verwendet, und zwar die sehr magere Variante mit 96 % Fettanteil.
Sowohl bei Rind- als auch bei Geflügelfleisch (Hähnchen- und Putenhackfleisch) klingt eine Angabe von 90 % oder 93 % Fettanteil zwar mager, bezieht sich jedoch auf das Gewicht. Betrachtet man Kalorien- und Fettgehalt, ist ein Fettanteil von 90 % alles andere als mager – der tatsächliche Energiegehalt ist überraschend hoch.
Leser haben mir berichtet, dass sie – je nach Wohn- und Einkaufsort – nicht immer Rinderhackfleisch mit 96 % (oder 95 %) Fettanteil finden. In diesem Fall verwenden Sie einfach das magerste verfügbare Hackfleisch und behalten den etwas höheren Kaloriengehalt im Blick.
Warum es „Dirty Rice“ heißt (und Unterschiede zwischen kreolischer und Cajun-Küche)
Kreolischer Reis wird auch „Dirty Rice“ genannt. Der Name kommt daher, dass die dunklen Fleischstücke zusammen mit dem hellbraunen Reis etwas „schmutzig“ wirken. Grünes Gemüse hellt das Gericht etwas auf. Wer es noch frischer mag, kann auch rote Paprika hinzufügen. Verwendet man sowohl grüne als auch rote Paprika, erhöht sich das Volumen und die Kaloriendichte sinkt zusätzlich.
Ist kreolischer („schmutziger“) Reis dasselbe wie Cajun-Reis? Ich bin kein Experte für alle Feinheiten, weiß aber, dass es Unterschiede zwischen kreolischen und Cajun-Rezepten gibt.
Jambalaya erhält durch die Verwendung von Tomaten seine rote Farbe – das ist die kreolische Variante. Die Cajun-Variante ist braun. Außerdem ist die kreolische Würzmischung in der Regel milder, während die Cajun-Würzmischung tendenziell schärfer ist.
Ob Jambalaya oder Dirty Rice – im Grunde handelt es sich um dasselbe Gericht mit kleinen Variationen, die oft einfach von den Vorlieben des Kochs abhängen. Obwohl sie nicht exakt dasselbe sind, kann man die Begriffe kreolisch und Cajun im praktischen Küchenalltag zu Hause durchaus synonym verwenden.
Ich wäre nicht überrascht, wenn viele Food-Websites und Kochbücher den Begriff „Dirty Rice“ künftig vermeiden und stattdessen von kreolischem oder Cajun-Reis sprechen würden – das wirkt ansprechender, insbesondere im Fitnessbereich, wo „Clean Eating“ ein gängiges Schlagwort ist. Da dieses Rezept gesunden Reis, extra Gemüse und extra mageres Rinderhackfleisch enthält und dieser Blog sich mit gesunder Ernährung und Gewichtsabnahme befasst, schlage ich vor, es „Clean Dirty Rice“ zu nennen.
Anpassung an die vegetarische Ernährung
Wenn Ihnen dieses kreolische Reisgericht aus einem Topf zusagt, Sie aber vegetarisch essen, verwenden Sie einfach Wasser oder Gemüsebrühe und probieren Sie einen Fleischersatz Ihrer Wahl, der der Konsistenz von Hackfleisch ähnelt. Heutzutage gibt es dafür eine große Auswahl.
Kann man Dirty Rice auch ohne Reis zubereiten?
Ich habe gehört, dass das geht. Manche Leute verwenden Blumenkohlreis. Ich habe das einmal gemacht, um ein „falsches“ Kartoffelpüree herzustellen, und es war ziemlich gut. „Dirty Rice“ mit Blumenkohl habe ich allerdings noch nicht zubereitet.
Dieses Rezept hat bereits weniger als 400 Kalorien pro Portion. Wenn also niemand aus einem bestimmten Grund Reis meiden muss (etwa wegen einer kohlenhydratarmen Ernährung), halte ich es nicht für notwendig, Reis durch Blumenkohl zu ersetzen, nur um Kalorien zu sparen.
Wie bereits erwähnt, lässt sich die Reisportion einfach etwas reduzieren und der Anteil ballaststoffreichen Gemüses erhöhen – so entsteht eine wirklich kalorienarme Mahlzeit.
Cajun-Gewürzmischung vs. Creole-Gewürzmischung (im Handel erhältliche Optionen)
Als ich die letzten Male kreolischen Reis gekocht habe, war ich faul und habe einfach die gekaufte Cajun-Gewürzmischung aus meinem Gewürzregal verwendet. Wie bereits erwähnt, werden diese Mischungen manchmal als kreolisch, manchmal als Cajun bezeichnet. Sie ähneln sich jedoch sehr, und im Prinzip kann man beide verwenden.
Sie können Ihre Gewürzmischung aber auch selbst herstellen. So haben Sie die volle Kontrolle über den Geschmack und können die Natriummenge selbst bestimmen. Ich persönlich scheue mich nicht vor etwas Salz beim Kochen, doch Vorsicht: Manche gekauften Mischungen enthalten sehr viel Natrium und schmecken extrem salzig. Hier ist unser Rezept:
Hausgemachte Cajun-/Kreolische Gewürzmischung (Natriumarm, volle Kontrolle über die Zutaten)
2 1/2 TL Paprikapulver
2 TL Zwiebelpulver
2 TL schwarzer Pfeffer
1 1/2 TL Knoblauchpulver
1 TL Thymian
1/2 TL Cayennepfefferpulver (rotes Pfefferpulver)
1/2 TL Salz
In den Zutaten für den Eintopf-Reis finden Sie oben nur einen Teelöffel kreolisches (Cajun-)Gewürz. Ich halte die Menge normalerweise moderat, da nicht jeder scharfes Essen mag. Ein Teelöffel ist bei dieser Zutatenmenge recht mild.
Ich empfehle, schon während des Kochens zu probieren und die Würzung anschließend Ihrem Geschmack anzupassen.
Cayennepfeffer ist üblicherweise bereits Bestandteil von Cajun-/Kreol-Gewürzmischungen, auch der im Handel erhältlichen, sodass eine gewisse Schärfe vorhanden ist. Wer es richtig scharf mag, kann zusätzlich Cayennepfefferpulver (roter Pfeffer) hinzufügen.
Probieren Sie unbedingt dieses kreolische One-Pot-Reis-Rezept mit magerem Rinderhack und viel Gemüse – lecker, einfach und kalorienarm! Ideal für Meal Prep und gesundes Abendessen, bleiben die Reste aufgewärmt genauso aromatisch und sättigend.
Weitere Informationen zum vollständigen Ernährungs- und Trainingssystem Weniger Fett, Mehr Muskeln finden Sie hier.
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Kochutensilien
- Schmortopf
Zutaten
- 570 g Rinderhackfleisch ca. 96 % fettfrei
- 2 TL Olivenöl
- 80 g Zwiebel gehackt
- 1 EL frischer Knoblauch fein gehackt (ca. 3 Zehen)
- 180 g Langkornreis trocken
- 480 ml Rinderbrühe (z. B. aus Brühwürfel oder Instantbrühe), natriumarm
- 100 g Stangensellerie gehackt
- 1 große grüne Paprika gehackt
- 1 TL Creole-oder Cajun-Gewürzmischung siehe Rezept oben
- 1/2 TL Salz oder nach Geschmack
- Frühlingszwiebelgrün optional; als Garnitur
Anleitungen
- Zwiebeln, Sellerie und grüne Paprika klein schneiden. Knoblauch fein hacken.
- Zwiebeln hinzufügen und ca. 3 Minuten anbraten.
- Rinderhack, Cajun-Gewürz und Salz dazugeben, ca. 4–5 Minuten braten, bis das Fleisch rundherum gebräunt ist.
- Knoblauch, Sellerie und Paprika einrühren.
- Reis und Rinderbrühe hinzufügen. Hitze erhöhen und aufkochen.
- Hitze reduzieren, abdecken und ca. 20 Minuten köcheln lassen, bis der Reis gar ist.
- Optional: Mit frisch gehacktem Frühlingszwiebelgrün garnieren.
Nährwerte
Über Tom Venuto
Tom Venuto ist ein Bodybuilding- und Fettabbau-Coach mit über 35 Jahren Berufserfahrung. Er hat einen Abschluss in Sportwissenschaft und hat bereits Hunderte von Klienten persönlich betreut.
Als Rezeptentwickler liegt sein Schwerpunkt auf fettverbrennenden, muskelaufbauenden Gerichten auf Basis natürlicher Lebensmittel. Als ehemaliger natural Wettkampf-Bodybuilder arbeitet Tom heute hauptberuflich als Autor, Blogger und Fachautor im Bereich evidenzbasierter Fitness.
Sein Buch Burn the Fat, Feed the Muscle ist seit 2003 ein internationaler Bestseller und wird weiterhin in gedruckter Form von Penguin Random House veröffentlicht. Die aktualisierte, überarbeitete deutsche E-Book-Ausgabe Weniger Fett, Mehr Muskeln ist exklusiv auf dieser Website erhältlich.
Tom ist außerdem Gründer des „Burn the Fat Inner Circle“ – einer englischsprachigen Fitness-Support-Community mit über 53.000 Mitgliedern weltweit seit 2006. Er arbeitet eng mit einem Schweizer Redaktions- und Übersetzungspartner zusammen, um sicherzustellen, dass sein wissenschaftlich fundierter und praxisorientierter Ansatz präzise für deutschsprachige Leser adaptiert wird. Alle Inhalte dieser Website sind Originalwerke von Tom Venuto.
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